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Wir, das
sind Andreas Homm und Heike Köber, nicht verheiratet, aber schon
sehr lange zusammen ;-)
Wir wohnen in Hessen, seit nun über 5 Jahren in der Wetterau, ca. 40
km
nördlich von Frankfurt am Main, in einem Haus mit genügend Platz für
uns
und unsere Katzen sowie anderen Tieren.
Andy ist mit Katzen großgeworden, seine Eltern hatten immer sehr
viele Katzen,
teilweise mehr als 10, allesamt Freigänger. Der Großteil waren
Hauskatzen, aber
auch Perser und Maine Coons. Als Kind hatte er schon Kontakt zu
einer Siam-
katze und war ganz fasziniert der grazilen Gestalt und den leuchtendblauen
Augen in exotisch angehauchtem Gesicht.
Ich selber bekam mit ca. 9 Jahren meine erste Katze, dh. sie ist
einer Freundin
zugelaufen und ich habe sie mit nach Hause genommen und schnell war
klar, sie
darf bleiben. Es war ein getigerter Kater mit weiß und hatte den *hüstel*
schönen Namen „Schnurri“. Er war Freigänger und hat sich ein neues
Zuhause
gesucht, als ich ca. 17 Jahre alt war. Er mochte nicht mit einem
kleinen Baby,
meinem Bruder Alexander, zusammenleben.
Mit 20, kaum war ich von daheim ausgezogen, ist bei einem Nachbarn
ein Wurf
süßer Hauskätzchen geboren und so ist dann mein geliebter „Peer“ bei
mir
eingezogen, ein wirklich wunderschöner Kater. Auch er war
Freigänger, wenn
ich von der Arbeit nach Hause kam, hat er sich immer hinter einem
Busch
versteckt und hat mich angesprungen, wenn ich vorbeigelaufen bin.
Knapp drei
Jahre später sind wir umgezogen und Peer ist verschwunden. Über eine
Woche
lang haben wir ihn jeden Tag und jede Nacht verzweifelt gesucht,
nach 10 Tagen
stand er plötzlich vor der Tür und meine Welt war wieder in Ordnung.
Als wir dann nach Wölfersheim gezogen sind, ist er leider ganz
verschwunden
und nicht wieder aufgetaucht. Mein geliebter Schatz, mein Herzblatt,
war weg.
Ich habe bestimmt noch drei Jahre danach fast täglich an ihn gedacht
und selbst
heute noch habe ich Tränen in den Augen, wenn ich an ihn denke.
Zwischendurch hatten wir noch einen getigerten Kater von Andys
Eltern
übernommen, Mäxchen, aber er war nicht lange da und kam eines Tages
einfach
nicht mehr heim. Nur einen Tag später hatten wir einen Zettel im
Briefkasten,
dass Katzenbesitzer vorsichtig sein sollen, im Moment würden viele
getigerte
Katzen verschwinden. Was mit ihm passiert ist, möchte ich mir lieber
nicht
ausmalen.
So, nun standen wir da ohne Katze, was ja so gar nicht geht. Da wir
auf keinen
Fall mehr Freigänger wollten, fiel unsere Wahl auf eine Rassekatze,
die
Russisch blau. Wir haben viel gelesen und uns informiert,
festgestellt, dass es
sogar Katzenforen gibt und nach reiflicher Überlegung haben wir
beschlossen,
gleich eine Zuchtkatze zu kaufen.
Hört sich
einfach an, war es aber ganz und gar nicht. Um es mal vorsichtig
auszudrücken, viele Russenzüchter möchten nicht, dass Jungzüchter
dazu-
kommen und wir standen lange bei einer Züchterin auf der Warteliste,
die
dann irgendwann meinte, ach nö, sie hätte sich überlegt sie verkauft
nicht mehr
in die Zucht.
Da standen wir nun, immer noch ohne Katze, die Hoffnung schon fast
aufgegeben
und da passierte es, ich sah im Supermarkt auf der Titelseite einer
Katzen-
zeitschrift eine Thaikatze und war verliebt. Klar kannte ich
Siamesen, aber der
moderne Typ war so gar nichts für mich (was sich mittlerweile
geändert hat),
aber der rundere Typ, einfach faszinierend.
Zu Hause angekommen, inhalierte ich ein Wochenende lang im Internet
alles
was ich finden konnte über diese Katzenrasse. Schnell war ein
Kontakt zu
Züchtern aufgebaut, siehe da diese haben nichts gegen Neuzüchter,
und so ging
auf einmal alles ganz schnell und Jasmina war da.
Kaum war sie eingezogen, entdeckte ich eine Russenanzeige und
dachte, ok,
ein letzes Mal versuchst du es noch wegen einer Russisch blau, und
so kam ich
an Nadine von der Cattery „von Enidan“ und schon kurze Zeit später
zog Belisha
ein.
Da wir beide Rassen lieben und uns nicht entscheiden konnten,
züchten wir
nun unter dem Catterynamen „von Sodila“ seit 2005 Russisch blau und
trad.
Siamesen (wir mögen den sehr eleganten Thaityp bzw. Old Style
Siamesen),
wobei uns Haupt-Augenmerk auf den Siamesen liegt, nicht, weil wir
diese lieber
mögen, sondern weil dort noch sehr viel „Zuchtarbeit“ zu leisten und
daher die
Herausforderung grösser ist.
Heute, im Februar 2008, haben wir 5 Stammkatzen und wenn alles gut
geht,
kommt dieses Jahr noch eine Russisch blau dazu. Über zu wenige
Katzen
können wir uns also nicht beschweren.
Wir haben uns ein Limit gesetzt von 10 Katzen inkl. Kastraten, was
für
einen Liebhaber natürlich viel, für die meisten Züchter aber normal
ist.
Es wird schon schwer genug sein, diese Zahl einzuhalten, da wir
nicht zu den
Züchtern gehören, die ständig Katzen abgeben, mit dem Nachwuchs
weitermachen,
nach einem Wurf wieder abgeben, Nachwuchs behalten usw.
Natürlich werden wir mit Nachwuchs weitermachen, sonst würden wir ja
nur
vermehren und nicht züchten, aber mit dem abgeben tun wir uns sehr
schwer,
daher werden wir eher „langsam“ züchten.
Sicher werden wir auch hin uns wieder eine erwachsene Katze abgeben
müssen,
gerade Kater die meist nicht lange potent bleiben können, oder wegen
Unver-
träglichkeiten oder weil es sonst einfach zu viele werden und
man den Katzen
nicht mehr gerecht wird, die Gründe sind vielfältig, aber zu unserem
Alltag
wird das hoffentlich nie gehören, dazu lieben wir unsere Katzen als
einzelnes
Individuum viel zu sehr. Unsere Katzen sind nicht nur Haustiere
sondern
Familienmitglieder, sie leben nicht bei sondern mit uns.
Mal schauen, inwieweit wir unsere Vorstellungen und Pläne einhalten
können.
Man darf gespannt sein … wir sind es auf jeden Fall!
Februar,
2008
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